Deutsch-Polnische Gesellschaft Bremen e. V.
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Das Archiv - Rundbriefe |
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Rundschreiben Nr.4 - Oktober 2001
Die 1993 gegründete Deutsch-Polnische Gesellschaft Weyhe stellt ihre Arbeit am 31. Dezember 2001 ein. Das teilte uns der Vorstand der befreundeten Nachbar-Gesellschaft mit. "DPGW verläßt Weyhe - Kommunalpartnerschaft jetzt in Bruchhausen-Vilsen" lauten die Überschriften in den Mitteilungen. Hintergrund der bedauerlichen Entscheidung ist die mangelnde oder gar nicht vorhandene Unterstützung aus dem Rathaus. Beklagt wird die Tatsache, daß sich die Kommune nie zu einer Partnerschaft mit dem polnischen Ort Janowice Wielkie entschließen konnte, obwohl die damalige Gründung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Weyhe auf eine schriftliche Empfehlung zurückzuführen ist. In Bruchhausen-Vilsen zeigte der Bürgermeister mehr Verständnis und Engagement beim Zustandekommen der Kommunalpartnerschaft mit Janowice und hat somit nach Auffassung der Weyher DPG einen wichtigen Beitrag für die Völkerfreundschaft zwischen Deutschen und Polen geleistet. Die Gründung einer Deutsch-Polnischen Gesellschaft in Bruchhausen-Vilsen ist angedacht und wird sicherlich realisiert. Wir Bremer können uns glücklich schätzen, daß wir - besonders aus Anlaß des Jubiläums unserer Gesellschaft und dem der Städtepartnerschaft mit Danzig - in unserer Stadt ein gutes Klima der kooperativen Zusammenarbeit mit Legislative und Exekutive verzeichnen können. Besuch aus Danzig Die so erfolgreich verlaufene Bürgerreise nach Danzig im Juni dieses Jahres aus Anlaß des 25-jährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen Bremen und Danzig führte bei der Bremischen Bürgerschaft und im Bremer Rathaus zu dem Beschluß, eine Gruppe von 50 Danziger Bürgern in die Hansestadt einzuladen. Der Besuch soll während der Europawoche vom 30. April bis zum 6. Mai stattfinden. Die Organisation und Durchführung dieser Bürgerreise ist der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bremen übertragen worden. Die DPG wird ihrerseits die Hilfe der Partner-Gesellschaft in Danzig in Anspruch nehmen, mit deren Vertretern während ihres Aufenthaltes in Bremen im Oktober umfangreiche gemeinsam durchzuführende Projekte vereinbart wurden. Empfang für polnische Schwimmer Die Sportgemeinschaft Aumund-Vegesack hatte zu ihren Schwimmwettkämpfen am 17. und 18. November auch Gäste aus Polen eingeladen, die nicht selten als Sieger aus dem Wasser stiegen. Der Vorstand unserer Gesellschaft ließ es sich selbstverständlich nicht nehmen, die jungen Sportler im Janusz-Korczak-Haus mit einem Empfang zu begrüßen. Wer fährt mit nach Krakau vom 11. bis zum 18. Juni? Noch sind die Teilnehmer mit ihren Gedanken bei der so harmonisch verlaufenen Bürgerreise im Juni. Doch schon auf dem Nachbereitungstreffen im Oktober wurde gefragt, wann denn die nächste Reise stattfindet. Krakau oder Danzig war im Gespräch. Es stellte sich bald heraus, daß es zweckmäßig erschien, zunächst einmal der Fahrt in den Süden Polens den Vorzug zu geben. Deshalb auch, weil ein hervorragendes Angebot eines Reiseunternehmens aus Berlin vorliegt, das anerkannt gut auf dem Gebiet der Osteuropa-Reisen ist. Statt 690,- €, die die Reise ab/bis Berlin kostet, wird uns die achttägige Krakaufahrt bei mindestens 18 Teilnehmern für 530,- € ab/bis Bremen angeboten. Das sehr interessante Programm kann für uns als Gruppe individuell geändert werden. Programmvorschlag für eine Krakaureise der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bremen
Im Preis enthalten sind: Zusätzliche Kosten (fakultativ): Da Krakau seit einiger Zeit sehr nachgefragt ist müssen wir uns schnell entscheiden. Die Option auf das Hotel besteht bis zum 7. Januar. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte recht bald unter den bekannten Adressen an. Computer für polnische Schulen Bei der DPG Bremen traf eine Anfrage der Gesamtschule in Choczewo/Pommern ein, die um Hilfe bei der Beschaffung von dringend benötigten PC bat. Auch vor dem Hintergrund, daß der Bedarf an gut erhaltenen Computern an Bremer Schulen groß ist, ist es gelungen, bei der Bremer Landesbank ein offenes Ohr für unser Anliegen zu finden. In Kürze werden sich die Schüler dieser Gemeinde in Pommern über die großzügige Spende der Bank freuen können. Aus der Ukraine zu Besuch: ehemalige Zwangsarbeiter Nach dem Besuch ehemaliger polnischer Zwangsarbeiter im letzten Jahr waren nun auf Einladung des Senats in Zusammenarbeit mit dem Verein Walerjan Wrobel, Verein Zwangsarbeit e.V., und unterstützt durch Spenden der bremischen Wirtschaft 18 ehemalige ukrainische Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen nach Bremen und Bremerhaven gekommen. Unter ihnen zum ersten Mal auch Betroffene, die als Zwangsarbeiter im ehemaligen Wesermünde (Bremerhaven) eingesetzt waren. Als Kinder mit ihren Eltern oder allein als Jugendliche wurden sie während des Zweiten Weltkriegs aus der Ukraine verschleppt. Einige wurden in der Rüstungsproduktion bei Borgward, im Schiffsbau oder auf der Großbaustelle des Bunkers Valentin eingesetzt, andere arbeiteten in kommunalen Einrichtungen wie dem Gartenbauamt, bei der Reichsbahn, aber auch in der Landwirtschaft oder in Privathaushalten. Viele erlitten durch die Zwangsarbeit gesundheitliche Schäden und konnten deshalb diese schwere Reise nur mit Unterstützung von Begleitpersonen aufnehmen. Neben den Besuchen der ehemaligen Arbeitsstätten und Lagerorte gab es auch die Gelegenheit, den Alltag im heutigen Bremen kennenzulernen. So war die Gruppe zu Gast beim Verein Walerjan Wrobel und wurde das erste Mal im Schütting vom Vorstand der bremischen Handelskammer empfangen. Der Besuch in der Bremischen Bürgerschaft hat inzwischen Tradition.
Durch den 1999 gegründeten "Hilfsfonds für ehemalige Bremer Zwangsarbeiter/innen in Ost- und Südosteuropa" konnten regelmäßig Besuche ermöglicht werden. Der Verein Walerjan Wróbel würde eine Weiterführung dieser für beide Seiten so wichtigen Begegnungen sehr begrüßen. So sollen im nächsten Jahr ehemalige Zwangsarbeiter aus Russland nach Bremen eingeladen werden. Wer Interesse an dieser wichtigen Verständigungsarbeit hat, kann sich bei der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bremen oder direkt beim Verein Walerjan Wrobel melden und im Rahmen seiner Möglichkeiten mitarbeiten. Eine eiserne Eiche aus DanzigZum 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft schenkte unsere Partnerstadt eine von polnischen Künstlern gefertigte Metallplastik. Das symbolische Standbild wurde vor dem Jugendgästehaus aufgestellt. Auf unserem Bild freuen sich die beiden Stadt-Oberen Pawel Adamowicz und Henning Scherf sowie unser Vorsitzender Rainer Nalazek und Danuta Riechel. Zum Weihnachtsfest und für das neue Jahr wünschen wir Ihnen eine friedvolle und glückliche ZeitV. i. S. d. P. Reinhold Stiering, Brokmerländer Str. 12 - 28259 Bremen - Tel. 51 36 61 - Fax 51 43 663 |
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Deutsch-Polnische Gesellschaft Bremen e. V. Janusz-Korczak-Haus, Osterdeich 6, 28203 Bremen Tel. (04 21) 32 42 38, Fax (04 21) 9 49 54 32, Email: dpg@ewetel.net |
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