Deutsch-Polnische Gesellschaft Bremen e. V.
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Rundschreiben Nr. 1 - Januar 2003
Im Mai wird Polens Präsident Kwasniewski einen Brief an alle Polen verschicken lassen. Nach Berichten der polnischen Nachrichtenagentur PAP wird das Schreiben neben einer EU-Broschüre auch einen Aufruf zur Teilnahme am EU-Referendum im Juni enthalten. Aus dem Präsidentenkreis hieß es dazu, daß der "Brief an die Nation" zusammen mit den öffentlichen Auftritten Kwasniewskis das wichtigste Element der präsidialen EU-Kampagne darstelle. Das polnische Staatsoberhaupt wird bis Juni, dem Termin des entscheidenden Votums des polnischen Volkes über "Europa ja oder nein", in jeder der 16 Woiwodschaftshauptstädte an einer Werbeveranstaltung teilnehmen. Man sieht, daß noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden muß. Es geht darum, den Menschen klar zu machen, daß der EU-Beitritt wirklich der Anfang einer besseren Zukunft ist, wie viele polnische Politiker überzeugt sind. Der erste Urlaub Vielleicht erinnern Sie sich: Im letzten Rundschreiben berichteten wir, welch große Freude und Zustimmung die erste Hilfsaktion aus unserem Fonds "Hilfe für polnische Kinder" für ein polnisches Kinderheim gefunden hat. "Ferien vom Heim" - unter diesem Motto ist einer Gruppe von Kindern ein Urlaub in den Bergen ermöglicht worden. Jetzt erreichte uns der Brief eines Mädchens, das an dieser Fahrt teilgenommen hat. Für sie ist es der erste Urlaub gewesen. Sie schreibt: Literaturreihe "Zwischen den Kulturen" Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bremen setzt in diesem Jahr in Kooperation mit der Forschungsstelle Osteuropa, des Literaturkontors Villa Ichon, der Landeszentrale für politische Bildung, der Ausländerbeauftragten des Landes Bremen, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Bremer Osteuropa Hilf e. V. die erfolgreiche Lesereihe mit jungen polnischen Schriftstellern fort. Erinnerung an den Warschauer Aufstand Vom 3. bis 28. April 2003 wird im Staatsarchiv die Ausstellung "Oneg Shabbat" zu sehen sein. Auf Vorschlag und mit Unterstützung des Generalkonsulats der Republik Polen ist die DPG Bremen in der glücklichen Lage, diese Dokumentation aus dem Ringelblum-Archiv des Zydowski Instytut Historyczny Warschau in Bremen zeigen zu können. Wie uns Karikaturisten sehen Eine weitere Ausstellung wird vom 5. bis 21. Mai 2003 die Karikaturen-Ausstellung "Nachbarn" sein. Im Bremer Presseclub werden 60 Exponate zu sehen sein, während die Stadtbibliothek im Schüsselkorb in Kooperation 20 Exponate zeigt. Ein Katalog (Kerber Verlag) liegt bei der Eröffnung vor. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft Christian Weber. Jahreshauptversammlung Sie werden es sich gewiß nicht entgehen lassen wollen, den Bericht des Vorstandes auf der Jahreshauptversammlung zu hören, das heißt, sich über die vielen Aktivitäten des vergangenen Jahres und über die geplanten Vorhaben unserer Gesellschaft zu informieren. Dazu haben Sie Gelegenheit am Mittwoch, dem 26. März, um 19 Uhr im Janusz-Korczak-Haus. Auch wird unser Vorstandsmitglied Reinhold Stiering über das Projekt "Hilfe für polnische Kinder" in Form eines kurzen Dia-Vortrages berichten... Danzig-Reise Schon jetzt machen wir auf einen Termin für die Teilnehmer der Reise nach Danzig "Auf den Spuren von Günter Grass" aufmerksam. Am Mittwoch, dem 2. April, ist ein Vorbereitungstreffen um 19 Uhr im Janusz-Korczak-Haus am Osterdeich 6. Besuch von unseren Nachbarn in Stuhr Jeder Bremer kennt unsere Nachbargemeinde in Stuhr, aber nur wenige - auch unter Ein-geweihten - wissen vom "Freundschafts- und Förderverein Stuhr-Ostrzeszów". Der wurde von einiger Zeit von Stuhrer Bürgern gegründet und unterhält eine Partnerschaft mit der polnischen Gemeinde Ostrzeszów in Wielkopolska. Der Ort (das frühere Schildberg) liegt ca. 80 km nordöstlich von Wroclaw und hat etwa 23000 Einwohner. Kürzlich nun trafen sich der Vorstand unserer Gesellschaft mit einer Delegation der Stuhrer Nachbarn im Janusz-Korczak-Haus, um gemeinsame Anliegen zu besprechen. Die Gäste mit ihrem Vorsitzenden Lutz Hollmann und den weiteren Vorstandsmitgliedern Rolf Meyer, Margarete Rymon-Lipinski und Gudrun Klintworth zeigten sich beeindruckt von der Leistungsstärke und den vielfältigen Aktivitäten der DPG Bremen und werden gern auf die von den Bremern angebotene Hilfestellung zurückkommen. So kam man überein, gemeinsam Ausstellungen zu veranstalten oder schon in Bremen gezeigte für Stuhr zu übernehmen bzw. umgekehrt, bei der Unterbringung von Studenten oder Praktikanten behilflich zu sein, um nur einige Beispiele der möglichen Zusammenarbeit zu nennen. Der Vorstand des Fördervereins wird seinen ca. 35 Vereinsmitgliedern über das Treffen berichten, um damit die gute Arbeit der DPG Bremen für die Pflege der deutsch-polnischen Beziehungen auch in Stuhr und Umgebung bekannter zu machen. Darüber hinaus will man auf der Web-Site ein Link setzen, der über Bremer Veranstaltungen und Vorhaben informiert. Zu erreichen sind unsere neuen Stuhrer Freunde unter der Adresse http://www.ffvso.de/. Wir wünschen uns und unseren Nachbarn eine weitere gedeihliche Zusammenarbeit. Freiwillige Feuerwehr Goleniow Adressiert war ein Schreiben an den "Deutsch Polnischen Freundschaftsverein e. V. Bremen". Die Deutsche Post fand den richtigen Adressaten. Es war die Deutsch-Polnische Gesellschaft Bremen. Nur etwas außergewöhnlich war die Bitte, die an uns herangetragen wurde. Man schrieb: Der Deutsch-Polnische Chor will helfen Ein Wohltätigkeitskonzert zu Gunsten der Aktion "Hilfe für polnische Kinder" veranstaltet der Deutsch-Polnische Chor zusammen mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bremen am Sonntag, dem 29. Juni, um 16.30 Uhr im Konzertsaal der Waldorfschule in der Touler Str. 3. Weitere Mitwirkende sind der Neustädter Shanty-Chor, der Frauen-Singkreis Bremen, der Bremer Männerchor 62 / "Gutenberg" und die Jugendband der polnischen katholischen Mission Bremen. Neuerscheinungen "Kommerz, Kunst, Unterhaltung" - Die neue Popularkultur in Zentral- und Osteuropa, Konzeption und Redaktion: Ivo Bock, Wolfgang Schlott, Hartmute Trepper, Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen; Edition Temmen. - "Analysen zur Kultur und Gesellschaft im östlichen Europa", herausgegeben von Wolfgang Eichwede, Forschungsstelle Osteuropa an der Universität Bremen. - "Mercedes Benz" von Pawel Huelle, aus dem Polnischen von Renate Schmidgall, Verlag C. H. Beck. Das Buch ist ein hinreißend geschriebener, komischer, trauriger und kluger Roman. Ein wunderbares Buch der Liebe, eine Hommage an Fräulein Ciwle und den 170er des Großvaters... V. i. S. d. P. Reinhold Stiering, Brokmerländer Str. 12 - 28259 Bremen - Tel. 51 36 61 - Fax 51 43 663 |
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