Janusz-Korczak-Haus Deutsch-Polnische Gesellschaft Bremen e. V.

Janusz-Korczak-Haus - Osterdeich 6 - 28203 Bremen

 
Start
Die DPG Bremen
Termine
Rundbriefe
Städtepartnerschaft
Kontakte
>>Archiv
Links
Download
Gästebuch
Impressum

Das Archiv - Rundbriefe

Rundschreiben Nr. 2 - Mai 2005



Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder und Freunde!

Bürgerschaftliches Engagement gefragt
Am 28. August 2005 um 11:00 Uhr wird Bürgermeister Dr. Scherf die Ausstellung „Wege zur Freiheit – Über Solidarnosc nach Europa „ –eröffnen. Die Ausstellung wird vom 28.August bis 14. September in der Unteren Rathaushalle gezeigt. Die Ausstellung „Wege zur Freiheit“ ist eine der wichtigsten Kulturangebote der Region Pommern. Sie zeigt in Etappen die Geschichte eines Landes und einer Stadt. Sie zeigt historische Ereignisse, die die politische Umgestaltung Polens entscheidend beeinflusst haben. Der Streik von 1980 auf dem Gelände der Danziger Werft und die Unterzeichnung des sogenannten „Danziger Abkommens“ am 31. August 1980 sind zum Symboldatum für Freiheit und Demokratie geworden.
Vor 25 Jahren forderte die Solidarnosc diese Grundrechte ein und setzte damit den Prozess staatsunabhängiger Parteien, der Demokratisierung und freier Gewerkschaften, für den gesamten östlichen Teil unseres Kontinents in Gang. Die „neue“ Wanderausstellung wird durch einen multimedialen Teil ergänzt. Dank archivierter Filmaufnahmen kann der Besucher die damalige Atmosphäre nachempfinden und gleichzeitig sich in den tristen Zeiten des Kriegsrechts in Polen vom Dezember 1981 wiederfinden.
Bremen wird die erste europäische Stadt sein, die die neu konzipierte Ausstellung der „Stiftung Solidarnosc- Zentrum“ präsentiert.
Zur Erinnerung: am Tag der Verhängung des Kriegsrechts in Polen traf eine Solidarnosc-Delegation aus Danzig in Bremen ein und wurde vom damaligen Hauptgeschäftsführer der Arbeiterkammer, Prof. Dr. Walter Franke, begrüßt. Aufgrund der politischen Verhältnisse in Polen gewährte Bremen der Solidarnosc-Delegation Gastrecht. Das „erste“ Solidarnosc- Büro in der Bundesrepublik Deutschland hatte seinen Sitz in Bremen.
Für die Deutsch-Polnische Gesellschaft ist diese Ausstellung von besonderer Bedeutung und zugleich eine ganz große Herausforderung.
Eine Ausstellung in dieser Größenordnung organisieren wir zum ersten Mal. Unterstützt werden wir von der Stadt, Institutionen und Organisationen, die folgendes vorbereiten: einen speziellen „Bremen-Teil“ zur Ausstellung, einen „Tag der Schulen“, Veranstaltungen im Rathaus, Diskussionen mit Zeitzeugen und eine gesonderte Veranstaltung mit dem DGB.
Doch es fehlen noch viele Helferinnen und Helfer für die Betreuung der Ausstellung in der Unteren Rathaushalle.
Selbstverständlich wird die Ausstellung von professionellen Mitarbeitern aus Danzig und extra hierfür geschulten Bremer Partnern durchgängig betreut. Sie stehen für inhaltliche Auskünfte und fachkundige Führungen zur Verfügung.
Gleichwohl sind wir zwingend auf die Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer angewiesen.
Wir suchen ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die bereit sind, jeweils für einige Stunden anwesend zu sein, um Besucher zu betreuen. Wir suchen „Ausstellungs-Paten“, Ansprechpartner für die Besucher, die als Lotse Besuchern in organisatorischen und technischen Fragen lenkend beiseite stehen.
Je größer die Gruppe der Freiwilligen ist, desto geringer wird die Belastung für die Einzelnen.
Bitte, helfen Sie mit, tragen Sie sich in die beigefügte Liste ein und senden das Anmeldeformular bis zum 14. Juli 2005 zurück.




Hohe Auszeichnung für Reinhold Stiering

Für seine Verdienste um die Stadt Danzig hat der Rat der Stadt Reinhold Stiering die Medaille des Heiligen Adalbert verliehen, besonders für die sozialen und kulturellen Kontakte zwischen den Partnerstädten Gdansk und Bremen. Die Verleihung im Artushof in Danzig erfolgte in einem würdigen und feierlichen Rahmen unter Beteiligung zahlreicher polnischer Bürger. Ausgezeichnet wurde er auch für sein Engagement und sein Wirken für die Zusammenarbeit der polnisch-deutschen Gesellschaften der beiden Städte, nicht zuletzt für seine Hilfe für sozial vernachlässigte Kinder in drei Danziger Kinderheimen. Stierings Kontakte zu Danzig reichen bis in die achtziger Jahre zurück, als er die im Untergrund befindliche Gewerkschaft „Solidarnosc“ unterstützte und auch Lech Walesa persönlich kennen lernte. Später wirkte er aktiv mit bei der Sammlung von Hilfsgütern für die Einwohner Danzigs. In seiner Laudatio sagte Professor Januszajtis, Ehrenbürger der Stadt, „wir danken, so wie wir es können, indem wir ihn mit der Medaille des Heiligen Adalbert, Schutzpatron von Polen und zukünftig ( so hoffen wir ) auch von Europa, auszeichnen“. Bürgermeister Scherf dankte in einem Schreiben dem ehemaligen Abgeordneten der Bremischen Bürgerschaft für sein außerordentliches Engagement.
Im Namen des Vorstands auch noch einmal herzliche Glückwünsche an unser Mitglied Reinhold Stiering, der mit großem Erfahrungswissen und Diplomatie seinen Sachverstand ganz besonders auf die Zusammenarbeit der polnisch-deutschen Gesellschaften beider Städte hin orientiert.

Hohe Auszeichnung für Reinhold Stiering

Hohe Auszeichnung für Reinhold Stiering




Internationales Jugendseminar Mai 2005

Für die bilateralen Gesellschaften und Vereine, die zu diesem Zweck zusammengearbeitet haben, war es eine ganz neue Erfahrung. Unser Vorsitzender Rainer Nalazek war der Impulsgeber für dieses neue Kooperationsmodell, unter dem Dach der Europa-Union Bremen Freundschaftsgesellschaften für eine zeitlich begrenzte projektbezogene Maßnahme an den „runden Tisch“ zu bringen. Dank an die Förderer in der Stadt: für die Unterbringung in der Bürgerschaft für den Seminarteil, die Einladung zum „Friedensfrühstück“ durch das Bremer Theater, den Besuch der Rathausveranstaltung „Jugend macht Europa“, die Teilnahme am Festakt „600 Jahre Bremer Rathaus“ auf Einladung des Präsidenten des Senats, Bürgermeister Dr. Scherf im Rathaus, Empfang beim Präsidenten der Bremischen Bürgerschaft Christian Weber, die Diskussionen am Gymnasium Horn und an der Hochschule Bremen, den Besuch im Funkhaus Europa bei Radio Bremen, die Fahrt zum Bunker „Valentin“ in Farge mit Besichtigung u.v.a., stehen beispiellos für ein inhaltlich gutes Gemeinschaftsprojekt. Unsere stellvertretende Vorsitzende Silke Striezel hatte für eine Woche Paulina Wolczak aus Danzig privat aufgenommen. Und unser Beiratsmitgied Heiko Strohmann war der Herbergsvater für Jan Szpindor aus Danzig.

Silke Striezel mit Paulina Wolczak und Jan Szpindor aus Danzig

Silke Striezel mit Paulina Wolczak und Jan Szpindor aus Danzig




Brief aus Polen (Originaltext)

Sprachstipendium in Bremen 2004 Fast jeder Mensch träumt von Reisen, von Begegnungen mit vielen interessanten Menschen, vom Erlernen neuer Sprachen. Jedoch hat nicht jeder die Möglichkeit seine Träume zu realisieren. Ich hatte sie! Im Jahr 2004 habe ich das Sprachstipendium der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Bremen bekommen, was wirklich einen Einfluss auf mein weiteres Leben und meine Zukunft hatte. Nach dem Sprachstipendium habe ich mich an meiner Akademie für Körpererziehung und Sport in Danzig erkundigt. Ich habe die Anzeige gelesen und an demselben Tag meine Bewerbung geschrieben. Im Juni habe ich den Brief mit der Mitteilung bekommen, dass das Stipendium mir zuerkannt wurde. Ich war sehr zufrieden aber auch ganz überrascht, weil ich wusste, dass die Konkurrenz aus der Medizinischen Akademie sehr groß war. Das Stipendium deckte die Kosten des Kurses, der Unterkunft und des Unterhalts. Und ich muss sagen, dass ich mir auf keinem Fall selbst den Kurs leisten könnte. Am Kurs waren die Leute aus der ganzen Welt: Japan, China, Frankreich, Finnland, England, Russland, Mazedonien u.s.w. Im Programm hatten wir, natürlich außer 4 Unterrichtstunden der deutschen Sprache pro Tag, sehr viele Ausflüge (nach Helgoland, Hamburg u.s.w.), zusätzliche Vorlesungen zum Thema Europäische Union oder Ausbildung in Deutschland und auch Integrationspartys. Jeder Tag war sehr sorgfältig geplant und es gab keine einzelne Minute der Langeweile. Die Betreuung durch die Organisatoren war auch sehr gut und ich fühlte mich deswegen sicher, obwohl ich in einem fremdem Land war. Die einzige Sprache, die ich während dieser 3 Wochen benutzt habe, war Deutsch, sogar, wenn ich mit meinen polnischen Freunden gesprochen habe (wir haben einen solchen Vertrag gemacht!). Während des Aufenthalts in Bremen habe ich meine Kenntnisse in der deutschen Sprache verbessert, sehr viele wunderbare Leute aus viele Orten der Welt, also auch viele verschiedene Kulturen kennen gelernt. Es freut mich auch, dass ich nach Bremen eingeladen war, weil ich diese Stadt besonders schön finde. Aber die wichtigste Sache ist, dass das Wissen, das ich erworben habe, mir neue wunderbare Möglichkeiten geschaffen hat. Dank der besseren Deutschkenntnissen habe ich die DSH-Prüfung im September bestanden, direkt nach dem Ende des Kurses. Mit diesem Zertifikat konnte ich das Studium in Berlin an der Humboldt-Universität im Institut für Slawistik (Russistik und Polonistik) anfangen. Als 21-jährige Polin wohne ich jetzt und studiere in Berlin und habe schon das erste Semester abgeschlossen, aber ich bin auch weiter Studentin der Akademie in Danzig (in nächstem Jahr mache ich dort Teilstudium). Dank des Stipendiums und des Aufenthalts in Bremen kann ich ohne Probleme in der deutschen Gesellschaft funktionieren und mit Menschen verschiedener Nationalität leicht Freundschaften schließen. In Zukunft möchte ich Übersetzerin für die deutsche und russische Sprache sein und mich mit der Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen beschäftigen. Ich glaube, dass der Kurs in Bremen und das 5-jährige Studium in Berlin eine sehr gute Grundlage dafür bilden. Ich möchte also von dem ganzen Herzen der Deutsch-Polnischen Gesellschaft in Bremen für die Zuerkennung des Sprachstipendiums und besonders Herrn Professor Reichel und seiner Frau für die wunderbare Betreuung und Unterstützung danken, die ich nie vergesse werde. Ula Bziuk


Beitragserhöhungen ab 2006

Die Mitgliederversammlung hat am 13.04.05 eine bescheidene Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ab dem Haushaltsjahr 2006 wie folgt beschlossen:
Die Beiträge der Einzelmitglieder werden um 4,-- €. von bisher 36,-€ auf 40,- € erhöht.
Der ermäßigte Beitrag i.H.v. 19,--€ erhöht sich um 1,-- € auf 20,--€.
Der Ehegattenbeitrag von bisher 61,-- € steigt um 4,-- € auf 65,-- €.
Der Beitrag der korporativen Mitglieder beträgt künftig statt 205,-- € 225,-- €.
Der Betrag ohne Bezug der Zeitschrift „Dialog“ wird um 4,-- € von bisher 25,-- € auf künftig 29,-- € erhöht.
Die in Einzelfällen vereinbarten individuellen Beiträge bleiben unverändert.
Begründung:
Die Landeszentrale für politische Bildung sieht sich aufgrund der Sparbeschlüsse für die bremischen Haushalte gezwungen, unserer Gesellschaft ab dem Haushaltsjahr 2006 anteilige Mietnebenkosten in Höhe von voraussichtlich 1 200,-- € jährlich in Rechnung zu stellen. Diese Mehrbelastung unseres Haushalts kann aus den für laufende Ausgaben wie Veranstaltungen, Gästebetreuung, Verwaltungskosten u.a.m. verfügbaren Mitteln, die nur ca. 6 000.-- € betragen, nicht aufgefangen werden.
Die beschlossene sehr moderate Beitragserhöhung bringt uns Mehreinnahmen i.H. v. ca. 750,-- €. Daneben soll versucht werden, durch Einsparungen bei den allgemeinen Verwaltungskosten einen zusätzlichen Betrag i.H.v. ca. 500,-- € zu erwirtschaften.





Aktuelle Rundbriefe
Rundbriefe im Archiv
Archivübersicht


Start | Die DPG Bremen | Termine | Rundbriefe | Städtepartnerschaft |
| Kontakte | Archiv | Links | Download | Gästebuch | Sitemap | Impressum |

Deutsch-Polnische Gesellschaft Bremen e. V.
Janusz-Korczak-Haus, Osterdeich 6, 28203 Bremen
Tel. (04 21) 32 42 38, Fax (04 21) 9 49 54 32, Email: dpg@ewetel.net